Kultur in Passeier

Kultur im Passeiertal

Folgenden kulturelle Sehenswürdigkeiten im Passeiertal sollten Sie sich auf keinen Fall engehen lassen:  

Schildhöfe
Im vorderen Passeiertal stechen einem einige burgartige Gebäude besonders ins Auge. Sie stehen auf sicheren Hügeln und sind großteils schon von Efeu zugewachsen. Einige von ihnen sind mit Sonnenuhren und alten Fresken versehen, ja das sind die Schildhöfe. Die Sonderstellung der Schildhofbauern im Tal reicht zurück bis ins 13. Jahrhundert, wo sie dem Grafen Albert von Tirol (1190 - 1253) bereits als Schildknappen gedient haben sollen. Die 11 Schildhofbauern erhielten dabei für die Lebzeit Befreiung von jeder Art von Steuern und Lasten. Dafür mussten sie sich jedoch verpflichten, dem Landesfürsten innerhalb der Grenzen des Landes Tirol zu dienen. Im Krieg wurden die Schildhöfe zum letzten Male im Jahre 1407 aufgeboten, wo sie Friedrich IV mit leeren Taschen Trient einnehmen halfen. Zu Friedenszeiten lieferten sie der Kammer des Grafen von Tirol Wildbret und andere Tafelgenüsse und hielten bei feierlichen Anlässen auf dem Schloss Tirol oder auf der Zenoburg die Schildwache. Für diese Dienste genossen die Schildträger mancherlei Vorrechte: Recht auf Jagd und Fischerei für die eigenen Bedürfnisse. Selbst vor Gericht und in der Kirche durften sie bewaffnet erscheinen. Sie waren frei von Gemeindeämtern und konnten auch zum Zeugendienst nicht gezwungen werden.Von den alten Rechten sind aber nur mehr das Fischereirecht in der Passer geblieben, sowie bei feierlichen Anlässen das Paraderecht mit Schild und Hellebarde. 

Malerhaus

Nicht ohne Grund findet man an den alten Häusern in St. Martin noch viele gut erhaltene Fresken, denn in St. Martin gab es einst eine Malschule. Nur wenige Meter oberhalb des Dorfes findet man das Malerhaus. Die Hausfront wird von drei Freskobildern geschmückt, aber ansonsten erinnert nicht mehr viel daran, dass gerade hier, über hunderte von Jahren, eine Malschule gestanden hat.

Franzosenfriedhof
Der 17. November 1809 war ein schwarzer Tag in St. Leonhard in Passeier. Es rückten 1.200 französische Soldaten nach ihrer letzten Schlacht am Berg Isel über den Jaufenpass nach St. Leonhard ein. Aber die Bewohner von St. Leonhard haben sich ihnen widersetzt und es kam zu erbitterten Kämpfen, welche bis zum 22. November andauerten. Diese endete mit der Kapitulation der Franzosen unter Major Dorell. Die blutige Bilanz: Neben 22 Passeirern, verloren auch 230 Franzosen ihr Leben, welche auf einem Grundstück am Westrand des Dorfes an der Passer begraben wurden.   Sandwirt
Der Sandwirt in St. Leonhard ist das Geburtshaus des Tiroler Freiheitshelden "Andreas Hofer". Heute ist der Sandwirt ein beliebtes Gasthaus, in welchem besonders die Bauernstube des alten Wirtsgebäudes einen Besuch wert ist.